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KAB-Seminar in Vechta Mai 2012
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- Kategorie: KAB
- Erstellt am Montag, 14. Mai 2012 22:25
- Zuletzt aktualisiert am Montag, 14. Mai 2012 23:16
- Veröffentlicht am Montag, 14. Mai 2012 22:25
- Geschrieben von Arnold Harfst
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Theologisches Seminar „Das Zweite Vatikanische Konzil“ - Fortsetzung
Diesen Sätzen aus der Pastoralen Konstitution „Gaudium et spes“ („Freude und Hoffnung“ – Über die Kirche in der Welt von heute) kann man doch nur aus ganzem Herzen zustimmen, oder?
„Die heute dem Volk und besonders der Jugend so notwendige staatsbürgerliche und politische Erziehung ist eifrig zu pflegen, so dass alle Bürger am Leben der politischen Gemeinschaft teilnehmen können. Wer dazu geeignet ist oder sich dazu ausbilden kann, soll sich darauf vorbereiten, den schweren, aber zugleich ehrenvollen Beruf des Politikers auszuüben, und sich diesem Beruf unter Hintansetzung des eigenen Vorteils und materiellen Gewinns widmen. Sittlich integer und klug zugleich, soll er angehen gegen alles Unrecht und jede Unterdrückung, gegen Willkürherrschaft und Intoleranz eines Einzelnen oder einer politischen Partei. Redlich und gerecht, voll Liebe und politischen Muts, soll er sich dem Wohl aller widmen.“
Mit dieser Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils und einigen weiteren Dokumenten beschäftigten sich vom 11. bis 13. Mai 2012 die Teilnehmer (darunter 8 aus Delmenhorst) des Theologischen Seminars, zu dem der KAB-Landesverband ins Antoniushaus nach Vechta eingeladen hatte.
Weitere Zitate aus diesem Dokument:
„Alle Staatsbürger sollen daran denken, von Recht und Pflicht der freien Wahl Gebrauch zu machen zur Förderung des Gemeinwohls.“
„Die Regierenden sollen sich davor hüten, den Familien, gesellschaftlichen und kulturellen Gruppen, vorstaatlichen Körperschaften und Institutionen Hindernisse in den Weg zu legen oder ihnen den ihnen zustehenden freien Wirkungskreis zu nehmen; vielmehr sollen sie diese großzügig und geregelt fördern.“
„Aber auch die Staatsbürger, einzeln oder in Gruppen, sollen der öffentlichen Autorität nicht eine zu umfangreiche Gewalt zugestehen noch von ihr ungebührlich große Zuwendungen und Begünstigungen fordern, so dass die Eigenverantwortung der Einzelnen, der Familien und gesellschaftlichen Gruppen gemindert wird.“
Und so entdeckt man bei Durchsicht der „Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen ‚Nostra aetate’“ und der „Erklärung über die Religionsfreiheit ‚Dignitatis humanae’, der „Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung ‚Dei verbum’ und der „pastoralen Konstitution „Gaudium et spes“ in dichter Folge wichtige und beherzigenswerte Aussagen – die Teilnehmer waren sich einig darin, dass viel gewonnen wäre, wenn diese Erklärungen nicht so weithin unbeachtet geblieben wären.
Arnold Harfst






