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Bericht vom theologischen Seminar der KAB

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Theologisches Seminar der KAB

Wer dabei war, hat sich schon vorgenommen, beim nächsten theologischen Seminar im Mai wieder dabei zu sein. Wer dabei war beim Theologischen Seminar des KAB- Landesverbandes vom 20. bis 22. Januar 2012 im Antoniushaus in Vechta, hat eine ganze Menge erfahren über die zum Teil „revolutionären“ Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils

, das 1962, also vor 50 Jahren, in seine entscheidende Phase eintrat.

Zunächst vertieften die Teilnehmer sich unter Anleitung von Dr. Christian Uhrig aus Essen in die „Konstitution über die heilige Liturgie“. War es früher der Priester, der „das Messopfer darbrachte“, und hatte das Volk die Messe mit Andacht zu „hören“, so ist der Gottesdienst heute zu verstehen als Dienst Gottes, der als Gastgeber seine Gäste bedient, und es wird angestrebt, dass jeder nicht nur hört, sondern mitvollzieht, mitfeiert. Jeder sollte gemäß seinem individuellen Charisma mitwirken.

Dabei benennt gleich der erste Satz das Grundmotiv, das das ganze Konzil durchzieht:

„Das Heilige Konzil hat sich zum Ziel gesetzt, das christliche Leben unter den Gläubigen mehr und mehr zu vertiefen, die dem Wechsel unterworfenen Einrichtungen den Notwendigkeiten, besser anzupassen, zu fördern, was immer zur Einheit aller, die an Christus glauben, beitragen kann, und zu stärken, was immer helfen kann, alle in den Schoß der Kirche zu rufen.“

Darum auch die Sorge „um Erneuerung und Pflege der Liturgie". Die Kirche hat sich von Anfang an und zu allen Zeiten (auch) verwirklicht in der Versammlung, der Eucharistiefeier, in der Jesu Hingabe „dargestellt“ wird und in der ihm zugleich „für die unsagbar große Gabe“ Dank gesagt wird. (Also der Gastgeber bedient seine Gäste nicht mit irgendwelchen Speisen und Getränken, sondern mit sich selbst, damit sie das Leben haben.)     

Die Konstitution über die Kirche erklärt das neue Selbstverständnis der Kirche. Hier sind besonders auffallend die starke Aufwertung des Bischofsamtes, des Apostelkollegiums und die des Gottesvolkes, der Laien.

Das dritte wichtige Dokument, mit der die Runde sich befasste, war das Dekret über den Ökumenismus. Schon im Vorwort ist zu lesen: Die Ökumenische Bewegung „wird von Menschen getragen, die den dreieinigen Gott anrufen und Jesus als Herrn und Erlöser bekennen, und zwar nicht nur einzeln für sich, sondern auch in ihren Gemeinschaften, in denen sie die frohe Botschaft vernommen haben und die sie ihre Kirche und Gottes Kirche nennen. Fast alle streben, wenn auch auf verschiedene Weise, zu einer einen, sichtbaren Kirche Gottes hin, die in Wahrheit allumfassend und zur ganzen Welt gesandt ist ...“

Ermüdende Durststrecken gab es nicht; die Eingaben des Referenten wurden durch Beiträge und Fragen von verschiedensten Seiten immer wieder angereichert, so dass es munter zuging und die Zeit viel zu schnell verflogen war.

Wer beklagt, dass von der Fülle bedeutsamer Aussagen hier nur wenige Einzelbeispiele wiedergegeben werden, der hätte teilnehmen sollen! 8 Teilnehmer aus St. Christophorus haben teilgenommen und werden voraussichtlich vom 11. – 13. Mai alle wieder dabei sein. Dann werden wir uns weitere bedeutsame Konzilsdokumente zu Gemüte führen. Anmeldungen nimmt Brigitta Ulbrich entgegen. Tel. 24451.

Arnold Harfst

   

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